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SPD Bonn

Pressemitteilung 13.07.2026

SPD Bonn: Stadthaus-Sanierung ist finanziell nicht darstellbar

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BONN. Angesichts der herausfordernden Haushaltslage der Stadt Bonn schlägt die Bonner SPD vor, die geplante Sanierung des Stadthauses nicht umzusetzen und alternative Nutzungsmöglichkeiten für das Areal zu prüfen.

Der Vorsitzende der Bonner SPD, Leon Schwarze, begründet diesen Vorschlag mit den hohen Kosten der geplanten Sanierung: „Der Investitionsbedarf in Bonn ist enorm und stellt den städtischen Haushalt vor erhebliche Herausforderungen. Deswegen müssen wir die verschiedenen Projekte priorisieren. Die Sanierung des Stadthauses kostet nach derzeitigen Schätzungen rund 500 Millionen Euro, die bisher im Haushalt nicht eingepreist sind. Zudem birgt eine Sanierung des Stadthauses das Risiko von möglicherweise erheblichen Kostensteigerungen. Mit dem Ausweichstandort an der Oberkasseler Straße, deren Ankauf zu prüfen wäre, verfügt die Stadtverwaltung auch ohne Stadthaus über genügend Bürofläche. Daher schlagen wir vor, die Sanierung des Stadthauses nicht weiterzuverfolgen, und dadurch finanzielle Spielräume für andere, unumgängliche Investitionen in Schulen, Schwimmbäder, Kultur und Sportanlagen zu schaffen.“

Lisa Glaremin, Vorsitzende der Bonner SPD, ergänzt: „Das Stadthaus ist heute eine Mauer zwischen Altstadt und Innenstadt. Wir wollen daraus einen Ort machen, der den Bonner*innen zu Gute kommt und über Ideen der Nachnutzung diskutieren. Wir schlagen deshalb vor, auch die Wohnbebauung des Areals zu prüfen. Damit könnten wir dringend benötigte Wohnungen für die Menschen in Bonn schaffen, um das Leben in unserer Stadt bezahlbarer zu machen. Klar ist auch, dass es einen zentralen Anlaufpunkt und einen Verbindungsort zwischen Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung in der Bonner Innenstadt braucht. Denkbar wäre, auf dem Areal eine Kombination aus städtischem Dienstleistungszentrum mit Wohnraum zu schaffen.

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Damian Dinges

Pressesprecher der Bonner SPD